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Di 14.08.2007 - Im Gedenken an den Rennfahrer Paul Thiel
Paul ThielUnweit von Eisenach, im kleinen Ort Sonneborn, erblickte Paul Thiel am 12.Mai 1924 das Licht der Welt. Nach dem Abschluss der Volksschule erlernte er den Beruf eines Kraftfahrzeugschlossers in einer Gothaer OPEL Vertragswerkstatt. Bei der Wehrmacht war er als Militärkraftfahrer im Einsatz und nach der Teilnahme an den Kämpfen um die Seelower-Höhen kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Seiner Liebe zum Automobil folgend nahm er im Jahre 1947 seine Tätigkeit im damaligen Eisenacher BMW Werk Awtowelo auf. In den Bereichen Fuhrpark und Einkauf ist er unter anderen mit der Beschaffung von für die Produktion des BMW 321 und BMW 340 unbedingt notwendigen Teilen beschäftigt. Nur ein Jahr später wurde durch die Mitarbeit am Aufbau von Rennwagen auf Basis des BMW 328 auch sein Interesse am Motorsport sichtbar. In dessen Ergebnis bekam er auch von 1952 bis 1956 eine Festanstellung als Rennfahrer im Rennkollektiv des Eisenacher Automobilwerkes.

Zu den wichtigsten Erfolgen als Rennfahrer zählen unter vielen anderen
- der 1. Platz beim Internationalen Sachsenringrennen 1954 in der Formel II
- der 2. Platz beim Großen Preis von Deutschland 1955 auf dem Nürburgring in der Rennsportwagen Klasse bis 1,5 Liter
- der 3. Platz beim Großen Preis von Berlin 1955 auf der AVUS in der Rennsportwagen Klasse bis 1,5 Liter

Nach der Auflösung des Rennkollektivs war er dann in der neu gegründeten Rallyesport Abteilung des Werkes als Fahrer und Co-Pilot tätig. Nach seinen Einsätzen auch auf den Rallyepisten in Finnland, England, Schweden, Österreich, Griechenland usw. beendete Paul Thiel im Jahre 1968 als zum "Meister des Sports" gekürter seine motorsportliche Laufbahn.

Nach seinem Eintritt in den Verein "Automobilbau-Museum Eisenach e.V. erhielt er im Jahre 1995 dessen Ehrenmitgliedschaft. Das sein Herz auch im hohen Alter noch für den Motorsport schlug, stellte er im Juni 1997 erneut unter Beweis, als er auf Einladung der BMW AG München, mit dem zum Eisenacher Museumsbestand gehörenden und neu restaurierten 1,5 Liter AWE Rennsportwagen beim "Festival of Speed"(Oldtimerrennen) in Goodwood/England an den Start ging. Ein letztes Mal nahm er dann am 1. Mai 1999 das Lenkrad seines ehemaligen Sportgerätes in die Hand, als es galt zum letzten Mal mit Rennfahrzeugen über die berühmte Berliner Rennstrecke AVUS fahren zu können.

Während seiner aktiven Mitgliedschaft im Verein AME e.V. konnten durch seine Lebenserfahrungen nicht nur viele Wissenslücken geschlossen werden, sondern durch sein immer freundliches, hilfsbereites und kameradschaftliches Auftreten war er uns allen immer ein nachahmenswertes Vorbild, welches wir nie vergessen werden.

Michael Stück   —» mehr...

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