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Aktuelles

Fr 29.06.2018 18:00 - Stammtisch in der Ostkantine zum Thema Elektro-Mobilität
Unser Vereinsmitglied Thomas Liedtke (Technischer Leiter der Entwicklungsstrategie bei JAGUAR LAND ROVER im britischen Warwick)
referierte wie angekündigt zum Thema:

"Bedeutet das Wachstum der Industrialisierung auf unserer Erde und die damit einhergehende Erhöhung des Lebensstandards
gleichzeitig eine immer dramtischer sich entwicklende Umweltbelastung?

Nein!

Wir müssen stärker Wissenschaft und Technik, Erkenntnisse aus Chemie und Physik innovativ einsetzen um beides in Einklang zu bringen."

25 Mitglieder waren trotz bestem Garten- und Terrassenwetter in die Ostkantine gekommen.

Liedtke gab spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung von JAGUAR LAND ROVER und betonte,
dass alle namhaften großen Hersteller in Sachen Elektro-Mobilität höchst aktiv sind.
Wir werden in den nächsten fünf Jahren mehr Änderungen in der Automobilindustrie erleben, als in den letzten dreißig Jahren.

Globales Problem ist der weltweite CO2-Ausstoß, ihn zu verringern geht nur durch die Entwicklung der Elektro-Mobilität und die Verringerung des Einsatzes von Verbrennungsmotoren.

Von größter Bedeutung, Know how vorausgesetzt, ist der Zugriff auf Seltene Erden.
China hat Zugriff auf etwa 90% der weltweiten Vorräte.

In Deutschland mangelt es nicht nur an diesen Rohstoffen, sonder auch an Expertise für E-Fahrzeuge.

Interessant die Erkenntnis, dass moderne Dieselmotoren in Sachen Energie-Effizienz (noch) besser sind als der Elektroantrieb (bei dem gegenwärtigen durchschnittlichem CO2-Ausstoß pro erzeugte kWh Energie).

Die Entwicklung ist aber in ihrer Tendenz ganz eindeutig, Dieselantriebe werden immer teurer durch den immensen Aufwand,
der betrieben werden muß, um die Umweltauflagen immer wieder einzuhalten.

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass die Batterieherstellung immer kostengünstiger wird.

Drei wichtige Lösungen suchen alle Hersteller:

1. die Batteriekosten inklusive der Entsorgung müssen weiter sinken

2. die Ladezeiten an den E-Zapfstellen müssen kürzer werden

3. die Reichweite der Fahrzeuge muss größer werden

Vielleicht nur eine Zahl. Wenn Deutschland das Ziel, eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen
erreichen will, braucht es in etwa 92.000 Ladestationen.

Thomas Liedtke beantwortetet geduldig und vor allem tiefschürfend die Fragen der Gäste.

Wann sind die seltenen Erden verbraucht? Wie gefährlich ist eine Tesla-Batterie beim Crash?

Warum gibt es keinen Batterie-Standard, der alle Hersteller bindet?

Liedtke sieht die Entwicklung hin zur Elektro-Mobilität als unumkehrbar.

Probleme, die heute noch schwer lösbar erscheinen, finden ihre Klärung in naher Zukunft.


© Text und Fotos: Peter Husemann   —» mehr...


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