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Fr 28.08.2015 18:00 - Dritte Veranstaltung der Reihe Treffpunkt O5
Vor nahezu "ausverkauftem Haus" setzte Horst Ihling seinen Vortrag über die Geschichte des Eisenacher Automobilbaus fort.

Die Eisenacher Fabrik kam ökonomisch gestärkt aus dem ersten Weltkrieg - allerdings war durch die Rüstungsproduktion (diverse Lastwagen-Typen) der Anschluss an die Entwicklung und Produktion von Personenwagen verpasst worden.

Der Erwerb der Austin-Lizenz führte letztlich zur erfolgreichen DIXI-Produktion. Im Jahre 1927 verließen 9.308 DIXI das Eisenacher Werk.

Die Eisenacher Fahrzeuge waren deutlich sparsamer im Kraftstoffverbrauch als die US-Importe, die nach dem Krieg auf den Markt drängten.

Trotz der Erfolge mit dem DIXI geriet das Werk in wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Bayerischen Motorenwerke AG aus München erwarben 1928 die Aktienmehrheit und somit die die Fabrik.

Aus dem Ende der Austin-Lizenz 1932 wurde der DIXI als 3/20 AM-1 gebaut.

Da die Kleinwarenproduktion nicht genug Gewinn erbrachte, wandte sich BMW der Entwicklung und Produktion größerer PKW zu, es entstanden das Cabrio BMW 303, später die Typen 315, 319, 326, 327 und der Sportwagen 328. Mithin produzierte BMW in Eisenach bis 1941fast 63.000 PKW.

Horst Ihling schilderte den schweren Neubeginn nach Ende des zweiten Weltkriegs und die Entstehung des BMW bzw. EMW 340.

Nur kurz war das Glück mit der Produktion des F 9, die aus Zwickau (Auto-Union) nach Eisenach verlagert wurde, die Eisenacher Automobilbauer wurden mit diesem Fahrzeug "nicht so recht warm".

Der damalige Werkleiter Martin Zimmermann ließ "heimlich, still und leise" im Werk einen Nachfolger entwickeln: Ganzstahlkarosserie, fünf Sitze, großer Kofferraum.

1956 erfolgte die Markteinführung des Wartburg 311, ein paar Jahre wurde der 313/1 der schönsten Wartburg, der je in Eisenach produziert wurde,.

Träume vom Neubau eines Werkes für 300.000 PKW/Jahr konnten nie verwirklicht werden, der politische Wille fehlte und die Wirtschaftskraft der DDR reichte nicht aus.

Ab 1966 wurde der Wartburg 353 in Serie produziert, das Ende seiner Produktion bzw. das des Wartburg 1.3 hatten einige der Gäste in schmerzlicher Erinnerung.

Horst Ihlings Vortrag wurde mit viel Applaus gewürdigt.

Ganz besonderen Dank auch an Anke Böhnhardt und Irene Kleinschmidt, die mit Fettbrot und Gürkchen den kleinen Hunger der Gäste stillten.   —» mehr...


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